PH Luzern, Pädagogische Hochschule

SORT

Sortieren · Ordnen · Reflektieren · Transfer

Kärtchensortieraufgaben für selbstreguliertes Lernen im Mathematikunterricht

Klasse 7 und 9Sekundarstufe I. Weitere Themen kommen dazu.
Im BrowserOhne Anmeldung, ohne Installation, auf jedem Gerät.
In GruppenZwei bis vier Lernende an einem Gerät.
Frei nutzbarVeröffentlichung als Open Educational Resources.

Worum es geht

Eine Klasse bekommt einen Satz Karten – Terme, Figuren, Begriffe, Aussagen – und soll sie ordnen. Welche gehören zusammen? Wonach eigentlich? Und wo hört das Kriterium auf zu passen?

Die Antwort ist nicht die fertige Sortierung, sondern die Begründung. Deshalb wird zu zweit oder zu dritt gelegt und dabei geredet. Die Lernenden müssen sich einigen, ihr Vorgehen prüfen und es notfalls umwerfen – genau das, was in der Fachsprache selbstreguliertes Lernen heisst.

Alles läuft im Browser. Kein Konto, keine Installation.

Zu den Aufgaben

Die Sortieraufgaben ausprobieren

Variablen und Terme, Faktorisieren und Bruchterme, Ähnlichkeit – und was noch dazukommt. Jede Aufgabe läuft im Browser, ohne Anmeldung.

Aufgaben ansehen →

So läuft eine Stunde

Legen, streiten, begründen

Die Gruppe öffnet den Link und sieht die Karten verstreut auf einer Fläche. Sie schiebt, gruppiert, verwirft und sortiert neu. Der Auftrag verrät bewusst nicht, wie viele Gruppen es am Ende gibt – das müssen die Lernenden selbst entscheiden und vertreten.

Eine Sortierfläche: drei Zonen, und Karten, die noch keiner Gruppe zugeordnet sind.
Eine Sortierfläche: drei Zonen, und Karten, die noch keiner Gruppe zugeordnet sind.

Wie die Karten gebaut sind

Ein Kartensatz, mehrere Aufgaben

Zu jedem Thema gibt es einen einzigen Kartensatz, aus dem sich verschiedene Aufgaben stellen lassen: frei gruppieren, Dreiergruppen finden, immer–manchmal–nie entscheiden. Einzelne Karten sind absichtlich Stolpersteine – sie greifen typische Fehlvorstellungen auf und geben der Diskussion etwas zu tun.

Woran wir eine Karte messen: klar, unterscheidbar, bedeutsam, vernetzend, begründbar, lernwirksam.
Woran wir eine Karte messen: klar, unterscheidbar, bedeutsam, vernetzend, begründbar, lernwirksam.

Danach

Was gelegt wurde, bleibt liegen

Papierkärtchen werden am Ende der Stunde eingesammelt, und damit ist die Arbeit verschwunden. Eine digitale Sortierung lässt sich als Bild speichern, zwischen Gruppen vergleichen und in der nächsten Stunde wieder aufgreifen. Genau daraus wird das Klassengespräch.

Sortierstände sichern, vergleichen, weiterarbeiten.
Sortierstände sichern, vergleichen, weiterarbeiten.

Noch in Arbeit

Eigene Kartensätze bauen

Zwei Dinge entstehen gerade. Erstens soll sich hier jede Lehrperson die passende Kartenauswahl selbst zusammenstellen können – als Sortierfläche für den Browser oder als Druckvorlage für den Tisch. Und zweitens ein Assistent, der beim Entwerfen eigener Kartensätze zu weiteren Themen hilft: kein beliebiger Aufgabengenerator, sondern einer, der die Gestaltungsprinzipien aus der Erprobung kennt und danach fragt.

Der Assistent führt durch die Fragen, die einen guten Kartensatz ausmachen.
Der Assistent führt durch die Fragen, die einen guten Kartensatz ausmachen.

Das Projekt dahinter

SORT steht für Sortieren, Ordnen, Reflektieren, Transfer. Das Projekt läuft 2026/27 an der Pädagogischen Hochschule Luzern, im Institut für Fachdidaktik MINT und Nachhaltigkeit.

Die Aufgaben entstehen nicht am Schreibtisch allein: Sie werden an der Kantonsschule Reussbühl und an der Sekundarschule Hochdorf im Unterricht erprobt. Was dort funktioniert, bleibt; was nicht funktioniert, wird umgebaut. Aus dieser Erprobung entstehen Gestaltungsprinzipien, eine Handreichung für den Unterricht – und die Aufgaben, die auf dieser Seite stehen.

Wir sind drei Dozierende für Mathematikdidaktik an der PH Luzern und entwickeln, erproben und werten gemeinsam aus.

Henrike AllmendingerHenrike Allmendinger
Luzia ChristenLuzia Christen
Maurus KüttelMaurus Küttel